| In Kirchheim trifft sich die Jugend zu einem internationalen Austausch |
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Ins Kulturdorf Kirchheim kommen in der Zeit vom 10. Juli bis 17. Juli 2010 über 60 Jugendliche aus 10 Kulturdörfern.
Bei dieser einwöchigen Jugendbegegnung nehmen vor allem junge Menschen von 14 bis 25 Jahren vorwiegend aus dem ländlichen Raum teil. Gerade Jugendliche aus abgelegenen, kleinen Gemeinden sind oft benachteiligt und sollen hier die Chance erhalten Jugendliche aus anderen EU-Ländern in ähnlichen Lebenssituationen kennen zu lernen, Freundschaften aufzubauen und sich miteinander international zu vernetzen. Die Jugendlichen werden aktiv in das Gesamtprojekt eingebunden. Die Idee beim Jugendcamp das Thema „Leben auf dem Lande – keine Schande!“ zu behandeln, wurde von den jungen Menschen aufgegriffen und entwickelt. Dabei sind die Jugendlichen aus den 11 Gemeinden angehalten, sich Gedanken zu machen, wie ihre Gemeinde „aussehen“ muss, damit sie - die Jugendlichen gerne in ihrer kleinen Gemeinde leben. Beim Abschlussabend überreichen sie den geladenen lokalen und nationalen Politikern einen Ideenkatalog. Nahversorgung ist eine der zentralen Fragestellungen für Gemeinden in Europa – besonders kleine Gemeinden in den ländlichen Regionen Europas sind von mangelnder Nahversorgungsqualität und damit verbundener verminderter Attraktivität betroffen. Eine Abwanderung der jungen Bevölkerungsschicht soll durch eine aktive Gemeindepolitik und eine Aufwertung des ländlichen Raums entgegen gewirkt werden. Den EU-Kulturdörfern ist bewusst, dass in der Jugend die Zukunft liegt und ihre Anliegen gehört und ernst genommen werden müssen. Gemeinsam mit ihnen sollen nachhaltige Strategien gegen die Landflucht entwickelt werden. Fragen wie „Was brauche ich damit ich mich in meiner Gemeinde wohl fühle?“, aber auch „Welche Möglichkeiten habe ich meine Gemeinde zu unterstützen?“, werden im Workshop „Unser fiktives Jugendkulturdorf“ aufgegriffen, Meinungen ausgetauscht und Lösungswege erarbeitet. Das Interesse der Teilnehmer/Innen für Politik soll durch die Erfahrungen bei dieser Begegnung wachsen, sie sollen ermutigt werden, sich stärker für ihre politischen Interessen einzusetzen. Im Bewusstsein, dass das Leben am Lande keine Schande, sondern als Chance gesehen. werden kann, sollen sie in der Zukunft Verantwortung für ihre Gemeinde übernehmen und somit aktiv die Zukunft Europas mitgestalten. Neben dem Politikthema steht die Zusammenarbeit mittels künstlerischer Arbeitsformen, verschiedenen Sportangeboten und gemeinsamen Aktivitäten im Freien im Vordergrund. Ziel der einwöchigen Jugendbegegnung ist es den Dialog zu Themen wie Nahversorgung im ländlichen Raum, Verhinderung der Landflucht, nachhaltiger Lebensstil und globale Verantwortung zu fördern. Die Jugendlichen werden dazu motiviert sich aktiv am politischen Leben zu beteiligen und sollen damit auch andere in ihrem Umfeld anstecken. Am Donnerstag, den 15.07.2010 findet im MID (Mitten im Dorf) ein Vortrag über das Förderprogramm „Jugend in Aktion“ statt. Neben Frau Susanne Rosmann von der EU-Regionalstelle „Jugend in Aktion“ OÖ wird auch ein junger Riedauer David Witzeneder von seinen Erlebnissen beim EFD – Europäischen Freiwilligendienst – erzählen. Alle interessierten Jugendlichen aus Kirchheim und Umgebung sind zu diesem Informationsnachmittag herzlich eingeladen. Am Freitag, den 16.07.2010 reisen Kulturdorfvertreter aus drei Heimatgemeinden der Jugendlichen an (Wijk aan Zee (NL), Palkonya (HU), Mellionnec (FR)) und die Jugendlichen präsentieren ihre Ergebnisse und überreichen den erarbeiteten Ideenkatalog den geladenen Politikern, unter anderem Frau Landesrätin Mag.a Doris Hummer. Nach Überreichung der Youthpässe durch Landesrätin Mag.a Doris Hummer und Bürgermeister Bernhard Kern sorgen die Jugendlichen mit diversen Showeinlagen für Unterhaltung. Ein weiterer Highlight an diesem Wochenende wird sicherlich der am Sonntag, den 18. Juli 2010 stattfindende Europamarkt sein. Die Niederländer, Ungarn und Franzosen kochen wieder groß auf, haben typische Handwerkskunst im Gepäck und so manche Showeinlage einstudiert. Die Kirchheimer selber sind natürlich auch vertreten. Auftritte von der Trachtenkapelle, von den Schuhplattlern und einer Schlagzeuggruppe stehen ebenso auf dem Programm wie die selbstgebackenen Kirchel von der Volkstanzgruppe. Das Wochenende steht übrigens ganz im Zeichen von JUNG und ALT. Am Samstag stellt Herr Dander von der Firma Dasta GmbH das Intergenerationenprojekt AGYL „Alt und Glücklich in Ybbssitz Leben“ vor. Miteinander leben. Voneinander lernen. Füreinander da sein. Im Anschluss daran finden verschiedene Workshops statt: z. B. ein Lachworkshop, Erzählkreis mit JUNG und ALT, „Village Visions“ – hier werden Ergebnisse vom „Unser fiktives Jugendkulturdorf“ aufgegriffen, ein Singworkshop mit Pepi Dallinger oder eine Einführung in die Welt der Düfte und Körperöle bei und mit Maria Wenger. Am Nachmittag werden ebenfalls zum Thema „Intergenerationen-Dialog“ verschiedene Exkursionen angeboten. Die internationale Jugendbegegnung wird vom EU-Förderprogramm „Jugend in Aktion“ unterstützt. Das 2. große Treffen fördert die EU durch das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger. |



Für die Jugendlichen wurde gemeinsam mit dem Jugendteam aus Kirchheim unter der Leitung von Brigitte Moser und Eva Schaurecker ein ansprechendes Wochenprogramm zusammengestellt. Neben einer Radtour nach Höhnhart zur Skisprungschanzenanlage, einer Blindenwanderung – organisiert von den Jungschuhplattlern, einem Blindenfrühstück und einer Übernachtung im Heu wird sicherlich der am Mittwoch geplante Ganztagesausflug zu den Eishöhlen am Dachstein ein Highlight von dieser Woche sein.